Telekom Hausanschluss – Glasfaserverlegung

Da das Kabelschutzrohr für das Telekomkabel ja nun verlegt wurde, riefen wir am Mittwoch bei der Telekom an, um uns über das weitere Vorgehen zu informieren. Laut Bauherren-Infoheftchen der Telekom wird nach Eingang des Antrags für den Hausanschluss eine Tiefbaufirma informiert und diese würde sich bei uns melden. Da wir den Antrag ja bereits im Juni zweimal eingereicht hatten (den zweiten Antrag wegen Änderung der Hausnummer), wollten wir nun wissen, wie der Stand ist.

Erste Ernüchterung: Der zweite Antrag ist nie angekommen! Unsere Anmerkung „Wir haben ihn eingescannt und könnten ihn per Mail zuschicken!“ wurde mit „Wir brauchen den Antrag im Original!“ quittiert. Dabei hatten beide Anträge die gleiche Auftragsnummer, die ja von der Telekom vergeben wird. Und nun? Der nette Telekommitarbeiter verglich nochmal die Daten und ob der angegebene Einzugstermin noch stimmig ist. – Das ist er, auch wenn die Schlüsselübergabe für das Haus ca. 2 Monate später erfolgt. – Dann bat er um einen kleinen Moment Geduld, weil er mal kurz telefonieren müsste. Kurze Zeit später war der Telekommitarbeiter wieder dran. Er hat mit einer Abteilung in Berlin telefoniert, die kurzerhand die Hausnummer im Auftrag geändert hat, – Wenn das doch so einfach geht, warum mussten wir dann einen zweiten Antrag stellen? – und der Hausanschluss kann Anfang Januar realisiert werden. Es würde sich dann rechtzeitig jemand melden. Na, das war ja dann doch ein erfreulicher Anruf!

Gestern Abend rief dann eine Tiefbaufirma an. Im Auftrag der Telekom sollen sie das Glasfaserkabel in das Haus legen. Wir waren etwas erstaunt, da wir ja erst Anfang Januar damit gerechnet hatten. „Wann wolltet ihr denn kommen?“ – „Morgen früh um 8 Uhr könnten wir am Haus sein!“

Etwas ungläubig standen wir heute kurz vor 8 Uhr am Haus. Und tatsächlich. 4 Mitarbeiter einer Tiefbaufirma sind gekommen, um ein Kabel durch das Leerrohr in das Haus zu ziehen. Leider ziehen sie wirklich nur das Kabel in das Haus, die Gerätschaften installiert die Telekom selbst. Das wird dann wohl der Termin Anfang Januar sein. Die Mitarbeiter der Tiefbaufirma waren froh, dass das Kabelschutzrohr schon lag und sie nicht mehr buddeln brauchten. Alles sollte schnell gehen, ABER… Das wäre doch langweilig, wenn alles reibungslos funktionieren würde.

Kleiner Abstecher: Was wird denn genau verlegt? An sich sind das kleine orange Leerrohre. Sogenannte Speedpipes. Bis auf die Grundstücke wurden diese von der Telekom bereits bei der Erschließung des Baugebiets verlegt. Die Speedpipes werden nun an der Grundstücksgrenze verlängert und durch ein Kabelschutzrohr in das Haus verlegt. Wenn das erledigt ist, wird von der Telekomverteilerstation durch diese Speedpipes mit Luftdruck das Glasfaser bis in das Haus geblasen. Dabei hat jedes Haus seine eigene Speedpipe. Unterschieden werden sie nach Farbe.

Und bei uns? Beim Versuch, die Speedpipe durch das Kabelschutzrohr zu ziehen, passierte: nichts! Die Arbeiter kamen einfach nicht durch. Kurz einen Test gemacht, wo es klemmt, und siehe da: wahrscheinlich an der Hauseinführung. Jetzt musste doch gebuddelt und die Hauseinführung freigelegt werden. Es befand sich Sand im Leerrohr zum HWR. Sie versuchten von allen Seiten, den Sand raus zu bekommen. Nichts klappte. Wir dachten schon „Nicht schon wieder! Sollte das die zweite Hauseinführung sein, die einfach nicht freizubekommen ist?“. Nach etlichen Minuten dann die Erleichterung. Sie sind durch. Speedpipe durchgezogen, das Erdloch wieder geschlossen und nun musste das Glasfaser durchgeblasen werden.

Die Technik, die für das Durchblasen der Glasfaser am Verteilerkasten genutzt wird…. winzig! Dazu ein Kompressor und das wars. Erst wurde in die Speedpipe mit Luftdruck geblasen, damit ein Mitarbeiter im Haus prüfen kann, ob es wirklich das richtige ist, und damit eventueller Dreck entfernt wird. Und dann wurde die Glasfaser von der Rolle eingeführt. Nicht ganz 10 Minuten und es waren 250 Meter Glasfaser verlegt. Zu uns ins Haus! Wir sind begeistert! Nun fehlt nur noch der Anschlusskasten.

Das Kabelschutzrohr ist drin

Heute Vormittag machten wir einen kurzen Abstecher zum Haus. Die Firma für den Trink-/Abwasseranschluss wollte heute das fehlende Kabelschutzrohr für die Telekom verlegen. Eigentlich wollten sie das bereits erledigt haben, als sie das Abwasserrohr vom Haus zum Übergabeschacht gelegt hatten, aber irgendwie schienen sie es vergessen zu haben. Jedenfalls sahen wir heute Baggerkratzspuren im Sand, ein Kabelschutzrohr, das aus der Erde schaute, und der Graben, welcher bisher noch offen war, wurde auch verfüllt. Nun sind alle Erdarbeiten für das Haus fertig.

Fehlendes Kabelschutzrohr

Die beauftragte Firma für den Trink-/Abwasseranschluss sollte gleich, da sie ja einen Graben offen haben, ein Kabelschutzrohr für die Telekom verlegen. Wir sparen somit Arbeit und Geld, da wir sonst das Kabelschutzrohr selbst einsetzen oder die teure Variante mit der Verlegung durch die Telekom selbst nutzen müssten. Nun kam die Rechnung der beauftragten Firma, aber wir hatten noch kein Kabelschutzrohr gesehen.

Nachdem wir mit dem Chef persönlich telefonierten und er der Meinung ist, dass ein Kabelschutzrohr unter der Erde liegen müsste, haben wir einfach mal selbst ein wenig gegraben. Zum Glück war der Graben – laut Rechnung übrigens geschlossen – noch nicht ganz zu, so dass nur wenige Spatenstiche reichten, um an das Abwasserrohr zu gelangen. Nun ist es so, dass das Kabelschutzrohr über dem Abwasserrohr liegen müsste. Das zeigt also, kein Kabelschutzrohr!

Mit einer vernünftigen Fotodokumentation wurde eine Mail verschickt. Nun warten wir auf eine Reaktion. Aber jetzt ist ja erstmal Wochenende!

Mittags hatten wir noch beim Nachbarn Mitarbeiter der Firma getroffen und befragt. Sie hatten damals angefangen, das Abwasserrohr zu verlegen, da aber der Hausanschluss zu niedrig war, haben sie sämtliche Arbeiten eingestellt. Der Chef persönlich soll dann das Projekt beendet haben, nachdem der Hausanschluss gerichtet wurde. Bei dem Durcheinander wurde wohl das Kabelschutzrohr vergessen. Wir sind gespannt was nun passiert!