Endspurt Strom

Hurra, endlich haben wir Strom! Der Elektriker war gerade auf der Baustelle und hat die Stromzähler eingebaut. Nun nimmt er die Verkabelung im Sicherungskasten vor. Jetzt kann also auch bald die Heizung in Betrieb gehen und die Arbeiter haben Strom im Haus.

Warum zwei Stromzähler? Der eine Zähler ist der normale für Hausstrom. Der zweite Zähler ist für einen günstigeren Tarif, um die Luftwasserwärmepumpe zu betreiben.

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Der Sicherungskasten. Links die beiden Stromzähler. Rechts im Bild das Licht einer Arbeitslampe.

E.DIS und das Stromwirrwarr

Wir hatten im April bei dem regionalen Stromversorger E.DIS zwei Anträge gestellt. Einen für die Errichtung einer Stromanschlusssäule (wird für den ersten Baustrom benötigt) und Anschluss an das Stomnetz, und den zweiten Antrag für die Verlegung des Stroms in das Haus, wenn die Außenarbeiten erledigt sind.

Für beide Anträge haben wir eine Bestätigung erhalten und uns wurde ein Subunternehmen genannt, welches die Arbeiten ausführen soll. Nennen wir das Subunternehmen einfach Firma A. Es wurde auch irgendwann eine Stromanschlusssäule hingestellt und wir wurden an das Stromnetz angeschlossen. Leider haben wir keine Ahnung, ob das wirklich Firma A war.

Nun sollte der Strom in das Haus verlegt werden. Ein Anruf von E.DIS: „Ihr Elektriker soll bitte das Subunternehmen Firma B(!) für einen Termin kontaktieren.“ Kein Problem, nur bekam der Elektriker fast zwei Wochen keinen Termin, um mit der Firma B die Arbeiten auszuführen.

Irgendwann reichte es uns und nach Rücksprache mit dem Bauleiter und dem Elektriker telefonierten wir selbst herum, um das Ganze ein wenig zu beschleunigen. Wir kontaktierten zuerst die Firma B. Es stellte sich heraus, dass sie von E.DIS gar keinen Auftrag hatten. Also riefen wir E.DIS an. „Wieso Firma B? Sie haben doch eine Bestätigung erhalten, dass Firma A beauftragt wurde!“

Also gut! Dem Elektriker bescheid gegeben, dass er Firma A anrufen soll. Firma A ist aber gar nicht mehr zuständig, da ihr von E.DIS der Auftrag entzogen wurde! Uns wurde langsam klar, dass E.DIS anscheinend ein echtes Kommunikationsproblem hat!

Aber unser Elektriker nahm das in die Hand und nach ein paar Stunden teilte er uns einen Termin mit, an dem wir den Strom in das Haus verlegt bekommen. Gerade noch rechtzeitig um den Estrich trocknen zu können! Und es ist nun doch das Subunternehmen Firma B!

Fast spontaner Baubeginn

Heute war ganz viel Aufregung! Unser Bauleiter rief an. In zwei Tagen wird mit der Bodenplatte begonnen! Dabei haben wir noch drei Probleme.

  1. Kein Baustrom (sollte seit 15.07. da sein, aber das Baugebiet ist noch gar nicht am Stromnetz angeschlossen)
  2. Kein Bauwasser (wir warten noch auf das Angebot)
  3. Kein Geld (wir warten auf die Eigentumsumschreibung)

Unsere neuen Nachbarn bauen ebenfalls mit Markon-Haus. Mit ihnen hatten wir vorab schon mal bei der Abnahme der Baustraße gesprochen. Bis wir selbst Baustrom haben, können wir uns bei ihnen mit einklinken (sie haben bereits Strom, da sie an einer vorhandenen Straße, am Rand des Baugebiets, bauen). Auch einen großen Kanister mit Bauwasser können wir von ihnen bekommen. Vielen Dank dafür!

Ohne Moos nichts los! Bei Markon-Haus ist das nicht so. Sie wissen, dass wir ohne Eigentumsumschreibung noch keine Freigabe des Darlehens erhalten. Dennoch fangen sie einfach schon mit der Bodenplatte an und würden dann erstmal warten, bis wir von der Bank die Bestätigung haben, dass alle Auszahlungsbedingungen erfüllt sind. Die Bodenplatte muss sowieso noch einige Tage trocknen.

Natürlich haben wir auch nochmal unsere Bank angerufen. Die Pfandfreigabe, die der Notar für die Eigentumsumschreibung benötigt, haben sie bereits verschickt. Aber unser Fall sollte nochmals geprüft werden. Und siehe da, einige Stunden später erhielten wir einen Anruf. Die Bestätigung der Eigentumsumschreibung kann später nachgereicht werden. Wir haben nun also vollen Zugriff auf unser Darlehen! Markon-Haus benötigt natürlich eine schriftliche Bestätigung der Bank. Dafür haben wir der Bank einen Vordruck geschickt, den sie nur abstempeln brauchen. Dann werden auch bei Markon-Haus alle Lampen auf „grün“ stehen und dem Bau nichts mehr im Wege stehen.

Zum Schluss gab es dann auf die Freude doch noch einen kleinen Dämpfer. Das Bodengutachten ist angekommen! Nach diesem müssen wir 10cm mehr Boden ausheben als geplant, da der Boden sehr sandig und lose ist. Also nochmal einen knappen 4-stelligen Betrag extra.

Dennoch überwiegt die Freude, dass es nun wirklich losgeht! Wir sind schon sehr gespannt!